Cabo Verde war einst ein unbesiedeltes Archipel im Atlantik, rund 450 km westlich von Afrika. Die Entdeckung der Inselwelt ist umstritten. Mehrere Seefahrer nehmen dies für sich in Anspruch:

  • 1456 der Venezianer Aloisio Cadamosta
  • 1460 der Ligurier Antonio da Noli
  • 1460 der Portugiese Diego Gomes

Viele weitere Seefahrer, die auf ihren Entdeckungsreisen Cabo Verde passierten, behaupten, die ersten gewesen zu sein. Portugal war es schließlich, das um 1461 die ersten Siedler auf der Insel Santiago aus den Schiffen lud. Dabei handelte es sich um Strafgefangene und politisch unerwünschte Personen, mit dem Auftrag, eine Siedlung zu gründen und mit Landwirtschaft und Viehzucht die Versorgung portugiesischer Schiffe zu sichern. Später kamen portugiesische Landherren, denen für besondere Verdienste in ihrer Heimat Portugal große Ländereien auf Cabo Verde zugesprochen wurden.

Kapverden Seefahrer
Der Seefahrer Antonio da Noli gab der Inselgruppe den Namen Ilhas do Cabo Verde (Inseln des grünen Kaps)

Um 1500 wurde Cabo Verde ein Zwischenhandelsplatz für den weltweiten Sklavenhandel zwischen Afrika, Brasilien und dem heutigen Europa. Erst am 29. April 1878 wurde der Handel mit Menschen im Land verboten.

Die heutige Bevölkerung der Republik Cabo Verde ist das Resultat dieser frühen Jahre. Die zuerst zwanghafte, später auch lockere Vermischung von afrikanischem und europäischem Blut ließen eine Population mit den verschiedensten Hautfarben entstehen, genannt „Kreolen“. Von fast schwarz bis hellhäutig ist alles vertreten.

Hervorstechend ist allerdings noch immer die Schönheit und der überdurchschnittlich gute Körperbau der Kapverdianer, der Creolos.

Cabo Verde ist arm

Lange Zeit galt Cabo Verde als Entwicklungsland. Mittlerweile ist es dank des Tourismus zum Schwellenland aufgestiegen.

Viele hundert Jahre lang wurden die Kapverdianer und das Land ausgebeutet. Ganze Wälder wurden abgeholzt, um das hochwertige Material zu exportieren. Die Menschen wurden gezwungen Monokulturen anzulegen. Zeit des Kaffees, Zeit des Weines. Hunger war ein ständiger Begleiter. Dürrezeiten ließen tausende von Menschen verhungern, letztmalig 1944.

Längst hatten sich die reichen Großgrundbesitzer zurückgezogen und die Bewohner der Inseln sich selbst überlassen. Es gab ja auch nichts mehr zu holen. Lediglich das Prestigedenken, eine weitere Kolonie im Atlantik zu besitzen, ließ die portugiesische Krone an den Inseln festhalten.

Kapverdische Inseln Geschichte
Viele Kapverdianer leben von Landwirtschaft und Fischerei, der Tourismus ist jedoch die Zukunftsbranche

Immer mehr Kapverdianer nahmen Angebote vorbeiziehender Schiffe an, dort anzuheuern. Um ihre Familien ernähren zu können, gingen sie in die Ferne. Heute leben von ca. 1,5 Mio Kapverdianern nur ca. 500.000 auf den Inseln. Ein Grossteil aller Liedertexte Cabo Verdes zeugt von der Sehnsucht nach den Ausgezogenen.

Das Faszinierende an den Einwohnern Cabo Verdes ist, dass sie trotz ihrer nicht immer einfachen Lebenssituation nie die Lebensfreude verlieren. Das drückt sich besonders in der Liebe zur Musik und in dem freundlichen Umgang mit allen Menschen aus.

Cabo Verde ist reich

Das Potential der Kapverden für den Tourismus ist riesig. Investoren und Reiseveranstalter sind in Goldgräberstimmung, da Cabo Verde vom Geheimtipp zu einem Land mit Zukunft aufstieg.

In den letzten Jahren sind allein auf den Inseln Sal und Boa Vista rund 8.000 Hotelbetten entstanden. So haben auch wir Apartements in Sal an einem der schönsten Strände errichtet.

Viele Hilfsprojekte der EU ermöglichten in den letzten Jahren den Ausbau von Straßen, Bildungseinrichtungen, Kindergärten, Krankenhäusern und der Wasser- und Stromversorgung der Menschen vor Ort. Die immer enger werdende Zusammenarbeit zwischen der Republik Cabo Verde und der EU machen es für ausländische Investoren zunehmend interessant, hier zu investieren.

Kap Verde Kind
Die Kinder von Cabo Verde sehen einer besseren Zukunft entgegen

Tourismusexperten sagen, dass die Strandinseln Cabo Verdes zu einer festen Größe für den europäischen Tourismus werden. Die östlichen Inseln São Vicente, São Antao, São Nicolau, Fogo und Brava Santiago werden vornehmlich von naturliebenden Touristen besucht, die auch das Land und seine Bewohner kennen lernen möchten. Daher hat die Banana secca LDA auch eine dieser Inseln für das Immobilienprojekt gewählt. Sicherlich werden auch hier einige Pensionen und Restaurants mehr entstehen, was den Kapverdianern zu Gute kommt. Der Ruhe und der Schönheit dieser Inseln wird es aber nicht schaden.

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