Mit seinen 346 km² ist São Nicolau die fünft größte und eine der grünsten Inseln der Kapverden. Wie alle bergigen Inseln ist sie klimatisch geteilt: trockener Süden und grüner Norden.

Die Länge der Insel beträgt max. 50 km, die Breite max. 26 km, die schmalste Stelle von Küste zu Küste misst 6 km. Die höchste Erhebung ist mit 1.312 m der Monte Gordo – dicker Berg -, der mit seiner Höhe und seinem Volumen dafür sorgt, dass die Wolken des ständig wehenden Nordostpassats Nebel und gelegentlichen Regen bringen. Im Gegensatz zu anderen Inseln der Kapverden, die auf teure Wasserentsalzungsanlagen angewiesen sind, um die Bevölkerung zu versorgen, speichert dieser „Dicke Berg“ in unterirdischen Reservoirs genügend Wasser, um die 14.000 Bewohner der Insel ganzjährig mit gesundem Trinkwasser zu beliefern.

Der Monte Gordo bildet den Mittelpunkt der Insel und teilt sie in die Klimazonen Süden und Norden.

Sao Nicolau Karte
Auf der grünen Nordseite der Insel São Nicolau entstehen 10 Häuser in einer Traum-Bucht am Meer

Der Süden auf São Nicolau

Wenn Sie vom Monte Gordo aus die Hauptinselstraße Richtung Süden fahren, liegt Ihnen der immer sonnige Teil der Insel zu Füßen. Entlang einer neu gebauten Straße fährt man vorbei an schroffen Felsformationen, tiefen Ribeiras (Flußtälern) und Lavafeldern zur Hafenstadt Tarrafal. Hier landen die Versorgungsboote mit allem, was auf der Insel benötigt wird – von der kleinsten Schraube bis zum LKW. Nahrungsmittel, Haushaltswaren, Konsumgüter aller Art kommen aus den Schiffsbäuchen. Jeden Tag, wenn ein Schiff kommt, herrscht ein (für Europäer) scheinbar heilloses Chaos. Abholung, Anlieferung, jeder will der Erste sein, Passagiere werden lauthals von ihren Verwandten empfangen, Taxis, LKWs mit Waren, alles durcheinander. Aber der Spuk ist bald vorbei. Nach ca. 2 Stunden, wenn alles verteilt ist, scheint die Stadt wieder einzuschlafen, als sei nichts passiert.

Reges Treiben herrscht auch vormittags am kleinen Kai, wenn die Fischer mit ihren Fängen eintreffen. Hier wird der Fisch direkt aus dem Boot verkauft – Handeln gehört dazu!

Sao Nicolau Fischerboot
Für kapverdische Verhältnisse bedeutet ein kleines Fischerboot Großfischerei

Der Norden der grünen Insel

Wenn Sie den Monte Gordo aus südlicher Richtung passieren, scheint es, als beträten Sie eine andere Welt. Während in Tarrafal Temperaturen um 30°C herrschen, liegt der „Dicke Berg“ evtl. bei 18°C im Nebel. Auf der kurvigen Straße zum Hauptort der Insel, Ribeira Brava, begegnen Ihnen alte Drachenbäume und wunderschöne Landschaften mit üppiger Vegetation.

Uralte Eselswege, die heute noch den Bewohnern São Nicolaos dienen, um ihre landwirtschaftlichen Produkte zu transportieren, aber auch als Wanderwege von naturbegeisterten Touristen genutzt werden, durchziehen diesen Teil der Insel. Man durchstreift Plantagen voller Bananen, Mangobäumen, Manioc, Papaya, Avocados, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kaffeepflanzen und massig anderen Gemüsesorten. Dank der Wasser-Reservoirs in den Bergen kann hier in einem relativ großen Gebiet ganzjährig Landwirtschaft betrieben werden.

Sao Nicolau Monte Gordo
Der Monte Gordo, der "dicke Berg" auf São Nicolau, trennt den trockenen Süden vom grünen Norden

Hier wächst auch der Rohstoff für das Nationalgetränk Cabo Verdes – das Zuckerrohr. Aus dieser Pflanze entsteht der Grogue, ein alkoholisches Getränk, das in allen möglichen Varianten – süß, mit verschiedenen Früchten, mit Kräutern oder pur – genossen wird und allgegenwärtig ist. Der Grogue von São Nicolau gilt als der beste Cabo Verdes.

Der Führende Abenteuer und Wanderreiseveranstalter für die Kapverden ist reisenmitsinnen.de.

In Ribeira Brava betreten Sie historischen Boden. Ehemals (zwischen 1866 und 1940) Bischofssitz und heutiger Verwaltungssitz der Insel, zeugt die idyllische Architektur mit alten Häusern der Kolonialzeit, kleinen Gassen und liebevoll angelegten Gärten von einer langen Vergangenheit. Hier finden Sie alles, was Sie zum Leben brauchen: Postamt, Banken, Hospital, das Büro der Fluggesellschaft, eine Obst- und Gemüsehalle und viele kleine Geschäfte für den täglichen Einkauf. Von hier aus kommt man auch mit den landesüblichen Aluguers (Sammeltaxen) auf fast jeden Ort der Insel. Nur etwas Geduld sollte man haben. Zeit hat hier eben einen anderen Stellenwert als in Europa.

Touristisch ist São Nicolau noch wenig erschlossen. Anlaufpunkt der wenigen Individualtouristen ist Ribeira Brava, das mit einigen Pensionen und Restaurants die beste touristische Infrastruktur der Insel bietet. In den Sommermonaten laden verschiedene Strände, die um die Insel verteilt, sind zum Baden ein.

São Nicolau gilt durch landwirtschaftliche Nutzflächen nördlich des Monte Gordos und den vielen Emigranten, die in ihre Heimat investieren, als eine der reicheren Inseln Cabo Verdes, beste Voraussetzungen für die geplante Anlage mit 10 individuellen Häusern.

So erreichen Sie die grüne Insel: Flug auf die Kapverden.

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