Ein Schlachthof für Gáldar

Kapverden - So unterschiedlich ist die Welt: Während die zu Preussag/TUI gehörende Hotelkette Riu, die ihren Stammsitz auf Mallorca hat,
im Süden der Insel Sal bei Santa Maria ein Hotel mit ca. 600 Betten errichten will, kümmert sich der Bürgermeister von Gáldar auf Gran Canaria, Demetrio Suárez, darum, dass die Kaboverdianer auf der Insel Santiago mit der Hauptstadt Praia endlich einen ordentlichen Schlachthof erhalten. Immerhin zehn Millionen Peseten oder umgerechnet 120.000 Mark brachte der umtriebige Bürgermeister, einer der „Barone“ der spanischen Sozialdemokraten, seinem Kollegen, Filiberto Viveria. Zwischen Gáldar und der Hauptstadt der Kapverden, Praia, gibt es schon seit längerem recht freundschaftliche Beziehungen und eine Hilfestellung der Canarios in den Bereichen Landwirtschaft und Ausbildung. So hat der Gáldar-Bürgermeister auch die Ausrüstung für eine Schule im Stadtviertel der Ärmsten der Armen von Praia zugesagt. Außerdem spricht man über Hilfsmöglichkeiten bei der Abwasseraufbereitung. Und so ganz nebenbei haben die Bürger von Gáldar für ihre Freunde auf den Kapverden 40 Container mit Kleidung und Spielzeug nach Santiago geschickt.
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